Ostern – Marketingalbtraum und Chance auf vollere Kirchen zu Ostern

Es ist schon erstaunlich. Für manche kommt Ostern so überraschend, wie Weihnachten.
Andere überrascht es sogar noch mehr! Warum eigentlich? Liegt es an der bösen Wirtschaft?
(Hinweis: Ich meine da nicht Deine Stammkneipe ums Eck, die Du – auch in pandemiefreien Zeiten –
in der österlichen Fastenzeit im Vergleich vielleicht seltener besuchst, als zur Advents- und Weihnachtszeit.)
Und überhaupt, was ist zu tun, damit vollere Kirchen zu Ostern keine Utopie bleiben sondern Realität werden?

Meine Antworten findest Du in diesem österlichen Artikel:

Ostern und Weihnachten im Wahrnehmungsvergleich

Ostern - Chance auf vollere Kirchen, Symbolbild Pastor-in predigt vor Gemeinde

Der Gedanke an die Wirtschaft als Grund für die allgemeine Überraschung liegt nahe.
Immerhin fällt die Befeuerung des Geschenke-Kaufrausches zu Ostern deutlich kleiner aus, als zu Weihnachten.
Es gibt viel weniger Warnhinweise vom Typ „Vergiss nicht, bald ist …“!
Die Wirtschaft lässt die Allgemeinheit da schon etwas im Stich.
Denn zu Ostern wird einfach weniger Werbung geschaltet, als zur Weihnachtszeit.

Ist ja auch irgendwie klar. Die Stimmung am Jahresende ist schließlich ganz anders.
Und sie ist dabei verkaufsfördernder als zu Ostern. Im Dezember wird ja schließlich das Fest der Liebe gefeiert.
Die Fleischwerdung Gottes. Es ist eine Zeit der Vorfreude. (Nicht nur auf Geschenke!)
Wortwörtlich ist es eine Zeit des Lichts, mitten in der Dunkelheit.
Die Atmosphäre ist voller Lichterglanz und Zauber, voller Nostalgie und Geborgenheit.

Es ist eine Zeit des Rückblicks, der Besinnung und auch des Ausblicks auf etwas völlig Neues,
was da mit dem Weihnachtsfest beginnt. (Zumindest in der Theorie, nicht wahr?)

Und die Menschen sind in Geberlaune.
Sie geben sich (krampfhaft) Mühe bei Familie, Freunden und dem eigenen schlechten Gewissen.
Sie geben plötzlich Zeit, Nähe, Raum für andere als sich selbst und nicht zuletzt geben sie auch materielle Geschenke.
Diese Grundstimmung hält sich bis zum Jahreswechsel und noch ein kleines Stück darüber hinaus.

Es ist eine Zeit voller Traditionen und Neuanfänge. Es herrschen Aufbruchstimmung und Euphorie.
Es ist eine Zeit, von der wir den Rest des Jahres über zehren können. Und auf die wir auch im Folgejahr wieder gemeinsam hin fiebern.
Selbst diejenigen unter uns, die mit diesem Fest nichts (mehr) anfangen können,
haben kaum die Chance, sich dieser ansteckenden diktierten jährlichen Massen-Euphorie erfolgreich zu entziehen.

Tja, und Ostern? Das ist doch irgendwie ein makaberes Fest!

Wir feiern im Frühjahr, wenn die Natur um uns herum wieder zu grünen beginnt.
(Hinweis für die kirchenferneren Leser*innen: Ostern fällt immer entweder in den März oder in den April des Jahres.
Das hat etwas mit dem kulturellen Hintergrund von Jesus von Nazareth zu tun, auch bekannt als Jesus Christus,
Messias, Sohn Gottes, fleischgewordenes Wort. Es hat auch etwas mit dem Mondkalender zu tun und damit, dass in
der Kirche früher – kaum zu glauben, wenn wir uns den diesbezüglichen Istzustand ansehen – mehr miteinander diskutiert wurde.
Hier findest Du bei Interesse weitere kalendarische Hintergrundinfos zu Ostern.)

Ostern im Vergleich zu Weihnachten, Carmen Splitt

Das Leben blüht auf, im wahrsten Sinne des Wortes.
Überall sprießen Blumen, Vögel singen, Verliebte finden sich.
Und wir, was machen wir?
Wir feiern das Leid und den Tod eines Menschen!

Sein elendiges Verrecken
unter den liebenden-verzweifelt-schmerzenden Blicken seiner Mutter, einer Freundin und eines Freundes
und unter den gierigen Blicken von Schaulustigen, Hetzern und Hassenden.
Wir feiern das Leiden und den Tod von Jesus von Nazareth.

„Moment“, wirst Du jetzt vielleicht sagen.
„Wir feiern doch gar nicht seinen Tod, sondern seine Auferstehung.
Wir dürfen ja Karfreitag nicht einmal tanzen.“
Falsch! Denn wir feiern seinen Tod, denn SEIN Leid, SEIN Opfer ist UNSERE Erlösung.

Wir feiern unsere Erlösung allerdings in einer Weise, die dem Ernst des Anlasses angemessen ist,
schließlich erhalten wir sie durch die Erniedrigung, Folterung und brutalen Ermordung eines Menschen.
Bei aller Freude über unser eigenes Glück, vergessen wir nicht,
dass es durch das Unglück eines anderen erkauft wurde.

Das berücksichtigen wir Christen bei unserem Verhalten in dieser Zeit.
Darum begehen wir diesen Tag ja eben als so genannten stillen Gedenktag.
Und wir erwarten dabei Rücksichtnahme, auch von denjenigen,
die anderen Religionen als dem Christentum angehören
und auch von denjenigen, die an gar keine Gottheit glauben.

Ich vermute, dass die meisten derjenigen, die sich darüber beschweren,
dass sie am Karfreitag keine Party feiern und kein Halligalli veranstalten dürfen,
sich einfach noch nicht bewusst sind, dass es um das Gedenken an die Abschlachtung eines Menschen geht.
Sonst wäre ihnen wohl klar, warum manche von uns es abartig finden,
dass andere am Karfreitag das Bedürfnis verspüren,
feucht-fröhliche Feste mit lauter Musik und Lustspielen zu feiern.

Ab Ostersonntag sind auch wir, die “Spaßverderber*innen und Langweiligen” unter den Christen, für so etwas wieder zu haben.
Dann, wenn wir die Auferstehung Christi von den Toten feiern, dann sind auch wir wieder in der Stimmung,
fröhlich zu sein, zu lachen, zu jauchzen und, jawoll, die sprichwörtliche Sau rauszulassen.

Nach der Trauer am Karfreitag und am Karsamstag, nach unserer Trübsal
und mit dem Ende unseres schlechten Gewissens,
dass das Elend von Jesus Christus für uns selbst so etwas unglaublich Positives mit sich bringt,
da wollen auch wir dann feiern. Da wollen auch wir das Leben umarmen
und dann erlauben wir es uns auch wieder selbst.
Denn dann wissen wir ja, dass alles wieder gut ist. Sogar besser, als je zuvor. Christus ist auferstanden!

Sein Leid ist beendet. Unser Mit-Leid wird durch die Auferstehung von ihm in eine Mit-Freude verwandelt.
Wir freuen uns für IHN und wir freuen uns für uns selbst. Der Tod ist ein für allemal besiegt. Halleluja!

Tja, Ostern. Dieses Fest ist eine emotionale Achterbahn.

Für mich persönlich ist der Karfreitag ja seit jeher der schönste aller Feiertage.*CSde
Er ist der ehrlichste!
Kein Geschnulze. Kein Gesülze. Kein “Gott ist ja so lieb-Getue”.
Es ist stattdessen ein Tag der die Realität des menschlichen Lebens zeigt:
Missgunst, Verleumdung, Neid, Zorn, Hass, Verrat, Lügen, Verdrehungen, Halbwahrheiten,
Schaulust und Sensationsgier,
Gleichgültigkeit, routinierter beruflicher Alltagstrott,
Verzweiflung, Hoffnunglosigkeit,
Tränen, Einsamkeit, Schmerz, Schweiß, Blut
und
da wir Menschen uns ja im Sterben ein letztes Mal entleeren
– quasi als Sinnbild dafür, dass wir mit dem letzten Atemzug auf unser Leben scheißen –
hat mit Sicherheit auch das letzte Abendmahl (und alles andere)
in Form von Ausscheidungen jedweder Konsistenz
– und der damit unangebrachten Scham und peinlicher Berührtheit der Umstehenden –
zu diesem erfrischend ehrlichen Tag gehört.

Ich mag den Karfreitag.
Ich mag ihn wirklich sehr.

– Carmen Splitt

Ich mag den Karfreitag. Ich mag ihn wirklich sehr.
Es ist der Tag im Jahr, an dem ich den Eindruck habe,
dass Menschen tatsächlich versuchen, sich dem Schmerz eines anderen zu stellen.
Der Tag, an dem versucht wird, sich in andere hinein zu versetzen.
Nicht in Form einer aufgesetzten Maskerade. Nicht als “Spiel”.
Sondern in einer aufrichtigen direkten Art und Weise,
um Antworten für den anderen und
gleichermaßen für sich selbst, für den eigenen Schmerz zu finden.

Wie gesagt, ich mag den Karfreitag. Und den Karsamstag.
Der Ostersonntag löst bei mir hingegen immer eine große Melancholie und Traurigkeit aus.
Denn es wird wieder zur Tagesordnung übergegangen.
Zur gleichgültigen Oberflächlichkeit. Tiefe ist wieder unerwünscht.
“Alles wird gut.” und “Das Leben ist voller Glück und hat ohne Schmerz zu sein!”
sind wieder die Dinge, die angesagt sind.
Verdrängung pur. Ein Ausblenden der menschlichen Realität.
Die Auseinandersetzung mit dem Kern des Lebens wird wieder beiseite geschoben.

Zugleich ist mir sehr bewusst,
dass ich mit dieser Wahrnehmung des Osterfestes keiner Mehrheit angehöre.
Vorsichtig ausgedrückt.

Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen auch beim Osterfest
gleich den Siegerpokal in Empfang nehmen wollen.
Ohne sich vorher dafür geistig-emotional
mit dem bis dahin zu gehenden Weg belasten zu mögen.

Mit dieser Sessellift-Philosophie konnte ich noch nie etwas anfangen.

Darum kann ich auch mit den allermeisten Gottesdienstfeiern in der Osterzeit nichts anfangen.
Sie nehmen mir allzu oft den leichteren Weg.
Die Abkürzung im Sinne von
“Ja, heute am Karfreitag denken wir daran, dass Jesus von Nazareth für uns sterben musste,
aber keine Sorge, Ostersonntag ist schon alles wieder gut.”

Diese Art Ostergottesdienste sind mir zu oberflächlich.
Sie sind mir zu flach. Sie haben keine Tiefe.

– Carmen Splitt

Diese Art Ostergottesdienste sind mir zu oberflächlich. Sie sind mir zu flach. Sie haben keine Tiefe.

Wenn ich so etwas will, muss ich keinen Gottesdienst besuchen. Oder mir in den Medien ansehen/ anhören.
Da schmeiß ich mir lieber eine Schnulzen-DVD an.
Bei der habe ich nämlich keinen Anspruch, dass ich mich mit ihrem Inhalt intensiv auseinandersetzen will.

(Genau genommen kann ich hier nur eine einzige Ausnahme nennen,
die mir im Laufe der Jahrzehnte meiner Gottesdienstbesuche untergekommen ist.
Es gibt exakt einen Pastoren, dessen Ostergottesdienste
[von Gründonnerstag über Karfreitag, Ostersonntag bis hin zum Ostermontag]
mich nicht leer hinterließen, sondern mir Stoff zum dran herumknabbern mitgegeben haben.
Das sind die Ostergottesdienste von Herrn Pastor Florian Schwarz.

Es war damals der erste Feiergottesdienst in meinem Trauerjahr zu dem ich mich aufraffen konnte, der Ostermontag.
Und ich weiß noch, dass ich von den Bildern, die er in der Predigt verwendet hat, wie vom Donner gerührt war.
Das war wie ein gleichzeitiger Doppel-Volltreffer in mein Hirn und mein Innerstes Selbst.
Ich habe mich nach all den Jahrzehnten nichtssagender Ostergottesdienste erstmals verstanden und angesprochen gefühlt.
Und ich ärgerte mich extrem, dass ich mich erst am Ostermontag zum Gottesdienstbesuch aufgerafft hatte.
Im Laufe der folgenden Jahre habe ich dementsprechend den Rest des Osterzyklus in seinen Gottesdiensten nachgeholt.)

Nimm die Menschen verdammt noch einmal ernst!
Nimm sie für voll!

– Carmen Splitt

Welche Maßnahmen Dir dabei helfen,
Ostern einen höheren Stellenwert zu verschaffen

Mein Appell an Dich, wenn Du Pastor*in bist
und eine vollere Kirche haben willst

Nimm die Menschen verdammt noch einmal ernst! Nimm sie für voll!

Gehör nicht zu den Pastor*innen, die leichte Kost vorsetzen, nur um ja niemanden zu verprellen.
Trau Dich, den Menschen etwas vorzusetzen, an dem sie zu knabbern haben.

Gehör nicht zu denen, die vorgeben auf alles eine – dann auch noch möglichst rosig strahlende – Antwort zu haben.
Sprich von dem, was Dir zu schaffen macht. Sprich von dem, was Dich ratlos macht.
Du hast für die Gemeinde da zu sein. Und die Gemeinde hat für Dich da zu sein.
Denn Du bist weder besser noch schlechter als andere in der Gemeinde. Du bist ein Teil von ihr!

Gehör nicht zu denen, die anderen das Denken abnehmen, sondern zu denen, die zum Denken anregen!
Teile Deine Gedanken und Überlegungen und Erkenntnisse.
Und dann stell Fragen!
Und wenn Du Antworten auf Deine Fragen erhältst,
dann hör sie Dir an, nimm sie geistig auf und beschäftige Dich mit ihnen.
Du und die anderen Mitglieder der Gemeinde können sich so gegenseitig bereichern.
Und das ist ja wohl der eigentliche Sinn und Zweck, den jede Art von Gemeinschaft hat, oder?

Stell Dir die Frage:
“Aus welchem Grund findet jemand zu OSTERN den Weg in die Kirche?”

– Carmen Splitt

Stell Dir außerdem folgende Frage:

“Aus welchem Grund findet jemand zu OSTERN den Weg in die Kirche?”

Ein paar Überlegungen meinerseits dazu.
Wir alle haben Grundbedürfnisse. Nach meiner Beobachtung gehört hierzu:

  • Dass wir Menschen verstehen möchten und verstanden werden wollen.
  • Dass wir außerdem die Fähigkeit haben, mit anderen mitzuempfinden.
    Und die Sehnsucht danach haben, dass andere mit uns mitempfinden.

Gerade zu Ostern kannst Du als Pastor*in diese Grundbedürfnisse befriedigen.
Indem Du beides in den Gottesdiensten ansprichst!
Eben nicht nur die Freudenmomente des Osterfestes.
Sondern vor allem auch die beschissenen Zeiten in unserem Leben, die wir im Karfreitag wiedererkennen.
Und indem Du diese weder entschärfst noch überspringst.
Sondern gemeinsam mit den anderen Gemeindemitglieder aushältst.

So fühlen sich die Menschen auch mit ihrem eigenen Leid ernst genommen.
Statt vermittelt zu bekommen, dass das, was sie mitmachen, alles doch gar nicht so schlimm sei.

Weil ja nicht einmal der brutale Tod des Mensch gewordenen Gottes am Kreuz es wert wäre,
ihn läppische zwei Tage auszuhalten.

Geschweige denn die damit verbundene Leere, Hilflosigkeit und Verzweiflung.

Meine Erinnerung für Dich, wenn Du Unternehmer*in bist
und Ostern seinen Platz bei Dir haben soll

Feiertage und Gedenktage haben eine Bedeutung. Symbole bedeuten etwas. Worte bedeuten etwas.
Also sei Dir dessen bewusst und handle danach. Setz Dich mit ihnen auseinander und dann setz sie entsprechend ein.

Setz Dich mit der wahren Bedeutung der jeweiligen Feiertage und Gedenktage auseinander.
Dann kannst Du dies auch nach außen, gegenüber Interessent*innen und Kund*innen, darlegen.
Setze Dein Wissen um die Hintergründe als Ansatzpunkte für Unterhaltungen ein.
So können sich spannende Gespräche ergeben.
Und eins ist klar, Du wirst Deine*r Gesprächspartner*in im Gedächtnis bleiben, egal ob ihr einer Meinung seid oder nicht.

Für mich steht fest, dass es an uns allen liegt, wenn Ostern für einige Menschen noch überraschender als Weihnachten kommt.
Im Großen und Ganzen vermeiden wir es lieber, uns intensiver mit dem Fest auseinanderzusetzen.
Das ist ein Phänomen, das nicht auf die Wirtschaft beschränkt ist.
Es betrifft ebenso die Kirche. Es betrifft unsere Gesellschaft im Ganzen.

Na ja, ich finde allerdings, dass gerade ich als Unternehmerin besonders gefragt bin, an diesem Verhalten etwas zu ändern.
Einfach dadurch, dass wir Unternehmer*innen Ostern mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken, können wir – jede*r für sich – da viel erreichen.
Ostern im Jahresmarketing eine größere Rolle zuzugestehen ist da ein Anfang.
Auch (oder gerade!) wenn wir mit dem Fest unsere Umsätze nicht exorbitant steigern möchten,
sollten wir unsere Möglichkeiten in dieser Hinsicht nutzen.
Schließlich sind Kommerz und Gewinnmaximierung doch nicht alles im Leben, oder?

Der Gewinn mag sich nicht unbedingt in Euro messen lassen.
Doch wer Erfolgsgefühle nur dann verspürt, wenn die Kasse klingelt, der ist ein armes Würstchen,
ganz gleich, ob sie/ er sich im Angestelltenverhältnis befindet oder als Selbständige*r unterwegs ist.

Das ist jedenfalls meine Meinung dazu und daher habe ich diesen Artikel über Ostern im Jahresmarketing
für Unternehmer*innen und Pastor*innen gleichermaßen geschrieben.

Es ist zwar – gelinde gesagt – herausfordernd,
Ostern im Jahresmarketing gerecht zu werden.
Aber es lohnt sich!
Das gilt für Pastor*innen und Unternehmer*innen gleichermaßen.

Ostern - eine emotionale Achterbahn, Carmen Splitt

Es gibt einige Dinge,
an denen Du Dich dabei orientieren kannst.

Entscheidend ist dabei,
dass Du zu Ostern im Jahresmarketing
beides berücksichtigst,
sowohl die Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit des Karfreitags,
als auch die farbenprächtige Lebensfreude der Ostertage.


Womit wir schon beim wichtigsten Thema sind,
der Frage nach dem „Warum-was-wann?“.

Schauen wir uns
die bestimmenden Farben und Formen der Osterzeit
und die religiösen und folkloristischen Symbole
in diesen Tagen etwas näher an.

Die Karwoche und Ostertage im Überblick

  • Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag,
  • Ostersonntag, Ostermontag,
  • Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag und Pfingstmontag.
  • Hinweis für kirchenfernere Leser*innen:
    Die so genannte Österliche Freudenzeit beginnt dabei am Ostersonntag,
    dauert 50 Tage und schließt mit dem Pfingstfest ab.
  • Fragen an Dich als Pastor*in:
    • Ist Deinen Gemeindemitglieder bewusst, dass es sich um eine “runde” Sache handelt,
      dass ohne das Elend des Karfreitags der Ostersonntag kein Feiertag wäre?
      Oder kommen einfach aus Unwissenheit mehr Besucher zu Ostersonntag und Ostermontag in die Kirche?
    • Lernen die Kinder im Kindergottesdienst oder erst als Konfirmand*innen die Themenkreise im Kirchenjahr kennen?
    • Und was ist mit ihren Eltern und Großeltern?

Österliche Symbole, mit denen Du Deine Gemeindemitglieder
beziehungsweise Deine Kund*innen ansprechen kannst

Ostern - in Symbolen und Farben, Carmen Splitt
  • Gegenstände:
    • Weinkelch, Brotlaib,
    • Kreuz, Dornenkrone, Nägel, Speer, Blutstropfen, Holztafel mit dem Schriftzug INRI,
    • Leichentuch, leeres Steingrab, Glocken, sowie
    • gebrochene Herzen, Tränen.
  • Tiere:
    • Lamm beziehungsweise Schaf, Fisch, Hahn, Ei,
    • Huhn, Hühnerküken, Nest, Hase,
    • Storch, Schmetterling, Enten, Entenküken, sowie
    • alle möglichen anderen Arten von Jungtieren.
  • Pflanzen:
    • Palmwedel, Weinreben, Weintrauben,
    • Anemone, Gänseblümchen, weiße Nelke, Osterglocke (Narzisse),
    • Pfingstrosen, rote Rose und Stiefmütterchen.
    • Und meiner Meinung nach ebenfalls die Tulpe, sowie auch Schneeglöckchen,
      Ginster, Kirschzweige, Birke, Weide mit Weidenkätzchen, sowie Korkenzieherweide.
  • Hinweis für kirchenfernere Leser*innen:
    Setzt Dich damit auseinander, was welche Bedeutung hat. Dahinter verbergen sich manch spannende Geschichten.
  • Hinweis an Dich als Pastor*in:
    Trau Dich an ungewohnte Kombinationen heran!
    Setze auch sowohl frische Materialien ein, als auch Bastelarbeiten, die mehrjährig genutzt werden können.
    (Verwende zum Beispiel Hasen aus Stroh, Eier aus Stein oder bemalten Beton, gedrechselte Deko-Blumen und so weiter.)

Österliche Farben, die Du nutzen kannst

  • Liturgische Farben:
    • Lila (Passionszeit),
    • schwarz (Karfreitag [und nach meinem Verständnis auch Karsamstag]),
    • weiß (Ostern),
    • rot (Pfingsten).
  • Farben im Sinne des Brauchtums und der Modetrends:
    • Schwarz, Braun, Weiß, Gold, Rot, Violett, Lila, Blau, Grün, Gelb,
    • bunte Muster (insbesondere mit Kreisen, Punkten und Dreiecken).
  • Hinweis für kirchenfernere Leser*innen:
    Setzt Dich damit auseinander, was welche Bedeutung hat.
    Fehler können hier unangenehm sein.
  • Fragen und Hinweise an Dich als Pastor*in:
    • Wissen Deine Gemeindemitglieder um die Bedeutung der Farben?
      • Lernen die Kinder im Kindergottesdienst oder erst als Konfirmand*innen etwas darüber?
      • Und was ist mit ihren Eltern und Großeltern?
    • Setze Farben gezielt ein.
      Wenn Du die räumlichen Möglichkeiten hast,
      dann halte die Dekoration doch in einem Bereich in dem einen Farbton,
      im nächsten in einem anderen
      und in einem weiteren trau Dich an eine Explosion der Farben, Motive und Materialien heran.
      Das gibt Gesprächsstoff ohne Ende!

Jahresmarketing heißt,
immer dass Gesamtbild zu berücksichtigen!

– Carmen Splitt

20 ultimative Tipps für Ostern im Jahresmarketing

  1. Informiere, sowohl im Internet, als auch in Deinem Schaukasten beziehungsweise Schaufenster,
    als auch in der örtlichen Presse über das, was Du zu Ostern planst.
  2. Gib kleine „Zwischenberichte“ in Form von Bildern und kurzen Kommentaren.
  3. Veröffentliche ein bis zwei Wochen nach Abschluss Deiner Aktionen einen Rückblick,
    in Form einer Zusammenfassung, mit möglichen Stimmen Deiner Gemeindemitglieder / Deiner Kundschaft/ der Presse
    zur Aktion und mit einem Ausblick auf die nächste der von Dir geplanten Aktionen.
  4. Denke daran, Muster und Presseberichte und Stimmen der Gemeindemitglieder/ Kundschaft
    auch in Deinem Ordner „Jahresmarketing“ abzuheften.
  5. Dekoriere Deinen Schaukasten, die Gemeinderäumde, das Kirchengelände,
    beziehungsweise Dein Schaufenster und Deine Geschäftsräume österlich.
  6. Dekoriere Deine Internetauftritte mit österlichen Grafiken
    auf der eigenen Website und auf den Profilen in den sozialen Netzwerken.
  7. Poste Informationen rund um die Osterzeit, über die Hintergründe und die Bräuche.
  8. Poste Unterhaltsames rund um die Osterzeit,
    zum Beispiel Hintergrundwissen, aber auch Märchen, Gedichte, Bastelanleitungen,
    Gesellschaftsspiele, Dekoideen und Rezepte.
  9. Versende einen Newsletter mit Ostergrüßen und Ostertipps.
  10. Versende Ostergrüße per klassischer Postkarte
    an die (älteren) Gemeindemitglieder beziehungsweise Deine Kund*innen.
  11. Biete Geschenkgutscheine an, die auf die Osterzeit abgestimmt sind.
  12. Veranstalte ein Gewinnspiel zu Ostern.
  13. Veranstalte einen Mal- oder Bastelwettbewerb für Kinder.
  14. Veranstalte einen Schreibwettbewerb für Erwachsene,
    sammle ihre Familienrezepte, Gedichte und so weiter. Veröffentliche sie dann im Anschluss.
  15. Unterstütze die Tafeln und andere Hilfsorganisationen
    und bitte Deine Gemeindemitglieder beziehungsweise Deine Kund*innen, sich zu beteiligen.
  16. Gib jedem eine österliche Kleinigkeit mit,
    zum Beispiel eine Osterkarte oder ein Deko-Osterei oder
    Schokoeier oder Schokofiguren, kleine Aufkleber, kleines Spielzeug, Ausmalbilder,
    ein Päckchen Kressesamen oder Blumensamen.
  17. Biete den Besuchern Deiner Website eventuell die Möglichkeit,
    Ecards (elektronische Postkarten) zu versenden (etwas veraltet, dennoch nachwievor beliebt)
    und/ oder stelle Social Media-Frames zur Verfügung (moderner und immer beliebter).
  18. Biete den Besuchern Deiner Website die Möglichkeit,
    etwas Österliches herunterzuladen, zum Beispiel Geschichten, Ausmalbilder oder Bastelanleitungen.
  19. Beteilige Dichmit zu gewinnenden Preisen – an örtlichen oder regionalen Veranstaltungen.
  20. Beteilige Dich an örtlichen oder regionalen Veranstaltungen als Sponsor*in.

So. Ich hoffe, dass Dir der mein Artikel zum Osterfest auf die eine oder andere Weise weiterhilft.
Wie immer freue ich mich, wenn Du den Beitrag mit anderen teilt. Dafür Danke im Voraus!

Weitere Ideen aus dieser Artikel-Serie:

Ich habe noch eine Bitte:

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dass er ihr/ ihm auch gefallen könnte.
Vielen Dank im Voraus! Ich freue mich darüber!

– Carmen Splitt aka #CSKreuzspinnerin

Carmen Splitt

Carmen Splitt alias CSKreuzspinnerin

Ich bin Social Media-Expertin für Pastor*innen und Selbständige, die ihr Online-Dasein aktiv selbst gestalten wollen. Gerne berate und begleite ich auch Dich dabei, mit Deinen Werten mehr Menschen zu erreichen, selbstsicherer im Umgang mit der Technik und dem Marketing zu werden und Dich wohler zu fühlen, wenn Du auf Facebook und Co. unterwegs bist. Warum? Weil ich als Social Media-Coach, Bloggerin und Kreuzspinnerin in den unendlichen Weiten des Internets unterwegs bin und Du gerne an meinen Erfahrungen teilhaben darfst. Ich bin im Netz sowohl mit meinem Klarnamen präsent als auch unter #CSKreuzspinnerin und CSKreuzspinnerin bekannt und betreibe in eigenem Namen und auf eigene Rechnung mehrere Websites und Blogs, inklusive entsprechender Profile in den sozialen Medien. Die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben sind meine Seele, mein Glauben und meine Freiheit, die sich unter anderem in meiner eigenen Selbständigkeit (seit 2013) ausdrückt. Ich bin überzeugte Lutheranerin, begeisterte Teetrinkerin, faszinierte Trekki, echte Querdenkerin und noch eine ganze Menge andere Dinge. Kurz, ich bin ein komplexer und vielschichtiger Mensch und schreibe in meinem ganz eigenen Stil. (Und auch den Begriff Querdenkerin lasse ich mir von Nationalsozialist*innen und Verschwörungstheoretiker*innen weder vereinnahmen noch vermiesen! Es ist eine Frechheit, dass diese Einbahndenker*innen meinen, sie würden "querdenken", also einen Sachverhalt von verschiedenen Blickpunkten betrachten und bereit zu sein, stets ihre eigenen Standpunkte zu hinterfragen.)

2 Antworten

  1. 15. März 2021

    […] Ostern – der Marketingalbtraum und die große Chance auf vollere Kirchen […]

  2. 15. März 2021

    […] Ostern – Marketingalbtraum und Chance auf vollere Kirchen […]

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