Meine Branding-Reise von der Produktmarke zur Personenmarke

Es war ein langer Weg. Aber wenn Du – wie ich – gerne wanderst, dann verstehst Du sofort,
warum ich diese ganz spezielle Wanderung bis hierher bereits aus vollem Herzen genossen habe.

Meine Branding-Reise zur Personenmarke begann in der Grundschule. Damals stand fest:
Ich werde Geschäftsfrau, lebe nach meinen Werten, hinterfrage alles, erforsche Zusammenhänge,
verfolge beharrlich meine Ziele und werde geduldig mein Wissen weitergeben.

Der Grund dafür? Da gab es mehr als nur einen. Dazu an anderer Stelle mehr.
Auf jeden Fall stand schon damals der innere Kern meiner späteren Selbständigkeit fest.

Das Fundament jeder Selbständigkeit, besteht aus einer inneren “Initialzündung”.
Danach geht es dann nur noch darum, was Du daraus machst.

– Carmen Splitt

Nun, ich weiß ja nicht, wie dass bei Dir ist, aber ich bin ein geistiger Prepper.
Dementsprechend setzte ich mich damals hin und erarbeitete meinen Generalplan:

  1. Welche Schulen wollte ich besuchen, welche Ausbildung machen?
    • Welche Türen wollte ich mir dabei offenhalten, welche schließen?
  1. Wie sollte meine berufliche Karriere aufgebaut sein?
    • Welche Arbeitgeberkategorien kamen in Frage?
    • Und welche Branchen kamen in Frage?
    • Wie oft wollte ich den Arbeitgeber wechseln, um welche Abläufe kennenzulernen?
  1. Welche Kernkompetenzen brauchte ich außerdem speziell für die Selbständigkeit und wo konnte ich sie mir aneignen?
    • Welche Kurse und sonstigen Fortbildungen waren sinnvoll und wo konnte ich sie absolvieren?
  1. Wie viele Jahre wollte ich in die Vorbereitung stecken und zu welchem Zeitpunkt wollte ich spätestens in die Selbständigkeit starten?
Die Initialzündung als Fundament jeder Selbständigkeit, Carmen Splitt, Social Media-Coach, Bloggerin, Kreuzspinnerin
Mach etwas daraus!

Und natürlich ging ich davon aus, dass auf meinem Weg in die
Selbständigkeit mit Sicherheit auch Hindernisse auftauchen würden.


Ich beschäftigte mich also mit möglichen Risiken und baute in meine

Planung entsprechende Toleranzwerte und alternative Lösungswege ein.

Dann begann ich mit meiner Wanderung in die Selbständigkeit.

Dieses Ziel erreichte ich 2013
und war meinem Zeitplan damit sogar ein wenig voraus.

Ich startete mit einer Produktmarke

Für die Scanner*innen unter Euch hier mal eine kleine Übersicht mit einigen Wegmarken
auf meiner Wanderung von der Produktmarke zur Personenmarke:

  • 2013 Start mit erster Produktmarke (Onlinemagazin mit Thema Zoos und Tierparks.
    Inklusive Angeboten in den Bereichen Marketing für Unternehmen der Zoobranche
    und Social Media-Coaching für Zoo-Angestellte)
  • 2014 Auf- und Ausbau der ersten Produktmarke
    • Konzentration auf Berichterstattung, Content-Marketing
      und auf den Verkauf von Anzeigenplätzen auf der Website
    • Auf- und Ausbau meiner Social Media Konten, immer zweifach.
      Zum einen als Privatperson,
      um mich in die jeweiligen Netzwerk-Gesetzmäßigketen einzuarbeiten.
      Zum anderen für meine Produktmarke.
  • 2015 fing ich damit an, den Menschen hinter der Marke vorzustellen (auf Carmen-Splitt.de)
    • und ebenfalls 2015: begann ich damit Fanartikel für Zoofans zu erstellen und anzubieten
  • 2016 zweite Produktmarke (Marketing und Social Media-Coaching für Selbständige mit tierisch-beruflichem Bezug)
    • und ebenfalls 2016: für mein Onlinemagazin baute ich einen eigenen Mitglieder-Club auf
    • ebenfalls ab 2016 gab ich nun auf Carmen-Splitt.de zusätzlich einen Überblick über meine Coaching-Angebote
      und sonstigen Dienstleistungen (erste kleine Mäuseschrittchen in Richtung Personenmarke)
      • 2016 hatte ich also 2 Produktmarken und 1 Personenmarke = 1 Clustermarke
  • 2017 letzter Post auf der Facebook-Fanpage meines Onlinemagazins
    • Konzentration auf die Bereiche Coaching und Projektarbeiten
    • und ebenfalls 2017 stärkte ich durch Webinare meine Personenmarke Carmen Splitt
      • 2017 legte ich den Fokus verstärkt auf die Personenmarke Carmen Splitt.
        Sie war durch Carmen-Splitt.de aber noch nicht so aufgestellt, wie ich es mir wünschte.
  • 2018 Hinter den Kulissen ging es ans Eingemachte!
    • Die Zeit der Übergangsregelung für die DSGVO endete im Mai 2018.
      Die Beschäftigung mit der DSGVO und die Umsetzung der DSGVO waren 2018 eine meine Hauptbeschäftigungen.
      Wie sich herausstellte, waren einige meiner Lieferanten leider
      verdammt schlecht auf die neue Gesetzgebung vorbereitet.
      Ich musste mich von ihnen trennen und Alternativen finden.
    • Da 2018 sowieso ein Jahr der Analyse, der Prüfungen und Tests war,
      nutzte ich die Zeit und stellte einfach mal gleich alles auf den Prüfstand.
      Nicht nur in Sachen DSGVO, nein, es ging um eine Generalinventur.
      • Ich beschäftigte mich ausführlich mit meinen Werten, meinem Portfolio,
        der Struktur meiner Selbständigkeit, dem Workflow, meinen Lieferanten,
        der Website-Technik, … – kurz mit allem.
        • Was habe ich als Mensch und was habe ich durch meine Arbeit anderen zu bieten?
        • Was kann ich dazu beitragen, dass die Welt nach meinem Tod ein besserer Ort ist,
          als ich ihn nach meiner Geburt vorgefunden habe?
        • Welches (moralische) Erbe will ich hinterlassen?
      • Und ich traf meine Entscheidungen. Dann bereitete ich alles soweit es ging vor,
        damit ich 2019 mit einem technischen Re-Launch und einem Re-Branding
        und einer weitaus stärkeren Personenmarke durchstarten konnte.
  • 2019 Start Re-Branding und erweiteter Re-Launch
    • Ich segmentierte mein Portfolio
    • Dann startete ich im April 2019 mit dem Umzug meiner bestehenden Websites zu einem anderen Anbieter
      • Dabei verbesserte ich die Performance,
        indem ich zum Beispiel zeitgleich auf SSD-Festplatten wechselte.
      • Der Re-Launch erfolgte mit einer überarbeiteter Menu- und Seitenstruktur
        und einem aktualisierten Branding.
      • Die Technik wurde hinsichtlich DSGVO-Konformität
        und Performance nochmals optimiert.
      • Parallel habe ich mir weitere Domains,
        entsprechend meiner Werte und meiner Arbeit gesichert,
        unter anderem Carmen-Splitt.com.
      • Ich habe begonnen diese zusätzlichen Websites technisch und inhaltlich aufzubauen,
        Stück für Stück, entsprechend meiner überarbeiteten Struktur und Portfolio-Segmentierung.
    • Meine Personenmarke wird nun durch meine neue geschäftliche Haupt-Website,
      Carmen-Splitt.com, sehr viel deutlicher kommuniziert.
      Auch Carmen-Splitt.de ist nun viel deutlicher als die
      Haupt-Website für meine privatere Seite zu erkennen.
    • Im September 2019 habe ich nach sechs langen Jahren der Suche
      völlig überraschend einen Musiker gefunden,
      von dem ich endlich meinen Jingle komponieren und aufnehmen lassen konnte.

2019 bringt noch weitere Portfolio-Ergänzungen und Optimierungen mit sich.
Ende des Jahres gibt es dazu einen ausführlichen Rückblick und einen Ausblick auf das Jahr 2020.

Nun, das war schon einmal ein kleiner Überblick zu einigen der Wegmarken.

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Jetzt plaudere ich ein wenig aus dem Nähkästchen:

Es gibt ja unterschiedliche Arten von Marken.

Da ist die Produktmarke,
dann die Personenmarke,
die Familienmarke
und natürlich die Unternehmensmarke
und die Konzernmarke.
Außerdem gibt es Einzelmarken und Clustermarken.

Und es gibt – wie in fast allen unseren Lebensbereichen –
zusätzlich noch Mischformen und Übergangsphasen.

*Hinweis: Dieses Videomaterial ist ein eingebettetes Content-Element. Das Video befindet sich in meinem YouTube-Kanal.
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Meine Branding-Reise von der Produktmarke zur Personenmarke, Symbolbild wandern in den Bergen
Von einem Etappenziel zum nächsten gehen!

Nachdem ich mein Produkt entwickelt hatte (ein Onlinemagazin) musste ich entscheiden,
ob ich es als Produktmarke in den Markt einbringe
oder als Mischform aus Produktmarke und Personenmarke.

Ich entschied mich damals dafür, mit einer reinen Produktmarke zu starten.
Als Einzelmarke.
Eine Marke, in der ich mich ausprobieren und mit der ich wachsen konnte.
Die ich aber später auch jederzeit ohne größere Probleme würde veräußern können.

Den Mensch hinter der Marke begann ich erst zwei Jahre später vorzustellen,
auf einer separaten Website und entsprechenden Social Media-Konten.

Die Produktmarke war die richtige Entscheidung!

Mein Onlinemagazin hat sich von vorne bis hinten für mich richtig angefühlt.
Bis es dann Ende 2015 begann, sich nicht mehr richtig anzufühlen.

Mit der Zeit erkannte ich dabei immer klarer, worin das Problem bestand:
Meine Zielgruppen (Zoos und Tierparks einerseits und ihre Besucher*innen andererseits)
teilten meine Vision des
nationalen und internationalen Zusammenschlusses der Zooliebhaber*innen nicht.

Ja, ich hatte mehrere interessante Diskussionen angestoßen.
Ja, auch Tierpfleger*innen nahmen zunehmend am Austausch teil.
Ja, die Zahl meiner Fans und Followers nahm stetig zu
– nur, es gab kaum jemanden, die/ der sich so angesprochen fühlte,
dass ich mich auf mehr als nur auf unverbindliche Social Media-Beteiligung verlassen konnte.

Zu wenige Zoos und Tierparks erkannten,
welches Potenzial an geballter Unterstützung sich da eröffnete.
Noch weniger waren bereit, in die Stabilisierung der eigenen Zukunft zu investieren.

Die Zoofans ihrerseits hatten vor allem im Fokus, den Zoo/ Tierpark vor der eigenen Haustür zu unterstützen.
Zusätzlich wurde zwar gerne kostenfrei konsumiert, es gelang mir jedoch nicht besonders gut,
meine Leser*innen in Käufer*innen meiner Fanartikel oder zu Mitgliedern meines Clubs zu verwandeln.

Meine Erkenntnis:

Ich hatte die richtige Vision und das perfekte Produkt
– allerdings brachte ich es zu früh auf den Markt.

(Nach meiner jetzigen Einschätzung wird die Zoo- und Tierparkbranche wohl erst ab 2040/ 2050 soweit sein zu erkennen,
dass gegen den zunehmenden Hass der Zoogegner auf Dauer eine bundesweite miteinander verbundene Zoo-Fan-Gemeinschaft sinnvoll ist.)

Die Folge für mich war jedenfalls, dass die Einnahmen aus diesem Geschäftsbereich weit
– korrigiere, sehr weit! – unter meinen Kalkulationen blieben.

Es war an der Zeit für die nächste Etappe.

Also wechselte ich von der Einzelmarke erst einmal zur Clustermarke

Nach drei Jahren, also 2016, gründete ich daher eine zweite Produktmarke,
in der ich vorübergehend meine Marketing-Angebote bündelte und startete zusätzlich damit,
eine dritte Marke aufzubauen (unter der ich begann mein Online-Coaching anzubieten),
nämlich Carmen Splitt als Personenmarke.
(Die Website auf der Du Dich gerade befindest ist eine direkte Folge dieser Weiterentwicklung.
Im Zuge meines generellen Website-Umzugs habe ich sie im Januar 2019 erstellt.)

Somit hatte ich keine Einzelmarke mehr,
sondern drei, miteinander in Verbindung stehende Marken,
also eine Clustermarke.

Die Clustermarke bestand zu diesem Zeitpunkt aus zwei Produktmarken und natürlich aus der Personenmarke Carmen Splitt.
Wobei die Personenmarke bereits damals das verbindende Element darstellte, aber nicht im Fokus stand.
Darum wurde ich unter meinem Klarnamen in der digitalen Welt natürlich auch hauptsächlich als Privatperson wahrgenommen.
Im Businessbereich hingegen waren in der digitalen Welt hingegen nur meine Produktmarken bekannt.

Das lag an meinen früheren strategische Entscheidungen.
Also musste ich meine Strategie anpassen.

Mitten in der Überarbeitung verpasste mir unser Herrgott allerdings eine Zwangspause.

Am 06.12.2016 hatte ich einen Unfall, der es in sich hatte. Ich stürzte eine Steintreppe runter.
Danach konnte ich mehrere Monate vor Schmerzen
und vor allem durch ständige Schwindelanfälle nicht denken,
geschweige denn arbeiten.

Als ich endlich Hilfe fand (ich sage nur Ärzte-Odyssee) ging es wieder aufwärts.

Nun ja, ich habe seither ein paar Narben und körperliche Verfallserscheinungen mehr,
aber die Schmerzen sind inzwischen gut handlebar
und Schwindelanfälle die mich durch die Gegend schießen lassen,
habe ich auch nur noch alle zwei bis drei Monate.

Das Gute an dem Unfall und seinen Folgen ist jedoch,
dass ich sehr viel mehr Zeit in die Überarbeitung meiner Strategie steckte,
als ursprünglich vorgesehen.

Ich habe nämlich für mich festgestellt:
stundenlange Wartezeiten in Krankenhäusern und Wartezimmern von Fachärzten
lassen sich hervorragend für Ideensammlungen, innere Produktentwicklungen
und gedankliche Planspiele nutzen!
Jedenfalls habe ich gleich mehrere Notizbücher mit meinen gefüllt. 😉

Nach einem Jahr, im Dezember 2017, hatte ich die Unfallfolgen wieder soweit im Griff,
dass ich nun (neben dem Tagesgeschäft) daran gehen konnte, meine Notizen umzusetzen.

Die große Portfolio-Segmentierung:

Ich begann mit einem radikalen Schnitt
und deaktivierte als erstes die Facebook-Fanpage meines Onlinemagazins,
mit damals über 3.600 Fans.

Community-Größe nach Deaktivierung relativ stabil. Tierparkinfo Facebook-Fanpage von Carmen Splitt
Die Community-Größe ist auch 2 Jahre nach Deaktivierung relativ stabil,
Tierparkinfo Facebook-Fanpage von Carmen Splitt

Ich habe übrigens Montag, den 23.09.2019 mal hineingeschaut.

Hinweis:

Wenn Du auf die Grafik klickst, öffnet sich ein neuer Tab/ neues Fenster
(je nach Deiner Endgerät- und Browsereinstellung)
und Du kannst sie Dir in Originalgröße genauer anschauen.

(Obwohl ich die Gruppe Im Dezember 2017 deaktiviert habe,
sind bisher trotzdem nur knapp 400 Fans abgesprungen.
Ich arbeite an einer Idee, wie ich die Loyalität der treuen Seelen belohnen
und sie in mein neues Konzept einbinden kann.)

Mein Online-Magazin Tierparkinfo.de passt in seiner jetzigen Form
aber jedenfalls nicht mehr zu meiner neuen inhaltlichen Ausrichtung.

Ursprünglich hatte ich vor die Website im Dezember 2019 zu löschen und die Domain zu behalten.
Vielleicht für einen Neustart mit völlig anderem Konzept. Vielleicht bis zu einem passenden Kauf-Angebot.
Auf jeden Fall jedoch, um einen Missbrauch der Marke zu verhindern.
Deshalb ließ ich andere Social Media-Konten von Tierparkinfo auch bis auf Weiteres ruhen, statt sie zu löschen.
Das betrifft vor allem YouTube, Twitter und Pinterest.
Bei Google+ wurde mir durch die Löschung des Netzwerks
(inklusive meiner dortigen über 500 Followern) ja das Denken abgenommen. 🙁

Tierparkinfo.de war eine wichtige Zwischenetappe meiner Selbständigkeits-Wanderung.
Es war ein Gipfelkreuz, das ich erreicht habe. Aber es war stets nur als Etappe gedacht gewesen.
Ein Zwischenstopp auf der von mir insgesamt geplanten Wanderung.

Ich hatte länger gerastet als ursprünglich geplant. Aber genau das macht ja eine Wanderung aus.
Das Tempo einer Wanderung wird durch die Wanderung selbst bestimmt. Darum wandere ich so gerne.

Update: Inzwischen (Stand Juli 2020) habe ich eine Idee im Hinterkopf,
wie ich das Potenzial der Website im neuen Gewand nutzen kann. Mal schauen …

Das Tempo einer Wanderung
wird durch die Wanderung selbst bestimmt!

– Carmen Splitt

Bei jeder Wanderung peilst Du ein großes Ziel ein, legst Deine Route fest,
kalkulierst Reserven für Unerwartetes mit ein, gehst los und genießt die Wanderung.

Und wenn Du Dein Ziel erreicht hast, genießt Du den einmaligen Blick.
Du weißt was Du hinter Dir hast.
Und Du weißt, warum es sich gelohnt hat, weiterzugehen.

Du fühlst Dich erschöpft,
aber zugleich stolz auf Deine Leistung
und glücklich über das, was Du alles bis dorthin erlebt hast.

Und in diesem Moment ist Dir etwas sonnenklar:

Das Gipfelkreuz zu erreichen ist fantastisch. Aber die Wanderung dorthin ist das Entscheidende!

– Carmen Splitt

Das ist es, was eine passionierte Wandererin / einen passionierten Wanderer von den armen Irren unterscheidet,
denen es ausschließlich darum geht, so schnell wie möglich ein Gipfelkreuz nach dem anderen zu erreichen.

Die laut schwatzend an uns Wandernden vorbei eilen.
Viel zu beschäftigt, um nach links oder rechts zu schauen.
Denen es überhaupt nicht um den Weg geht,
sondern nur darum, das nächste Ziel auf ihrer “Erfolgs-Checkliste” möglichst schnell abzuhaken,
um dann zum nächsten beliebig austauschbaren “Ziel” zu rennen.

Brrr. Mich schüttelt es.

Ich bin definitiv keine dieser Pauschalreisenden,
die von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen
und hinterher bei den Fotos rätseln, wo sie die geschossen haben.

Nein, ich bin Wanderin.

Und jeder der wandert kann Dir bestätigen:
Du erinnerst Dich an alles, was Du auf Deiner Wanderung erlebst.
An absolut alles.

An die Momente, in denen Dich der Regenschauer voll erwischt,
weil Du Deine Regenklamotten ganz nach unten gepackt hast.

Und an die Momente, in denen Du mit Dir selbst und dem Rest der Welt völlig in Einklang bist.
Das fühlt sich dann so richtig fantastisch an.

Und umso länger Du wanderst, desto mehr überwiegen diese tollen Momente.

Weil Du weniger Fehler machst.
Und das, was vor Dir liegt, dann viel besser einschätzen kannst,
als zu Beginn Deiner Wanderung.

So ist es auch in der Selbständigkeit:

Als nächstes ging es daher für mich um die Stärkung meiner Personenmarke!

Bereits ab Beginn meiner Selbständigkeit 2013 hatte ich ja
neben der Website für mein Onlinemagazin
noch eine zweite Website (carmen-splitt.de) angelegt,
um den Mensch hinter den Marken vorzustellen.

Auf ihr hatte ich allerdings aber auch alles veröffentlicht,
was mit meinen Coaching-Angeboten und sonstigem Portfolio zusammenhing.

Da musste jetzt (2018) eine Trennung her.
Überhaupt ging es nun darum, den verschiedenen Bereichen jeweils einzeln mehr Raum zu geben!

Ich war schon ja immer ein vielseitiger Mensch
und das spiegelt sich natürlich auch in meinem Online-Dasein wieder.

Allerdings ist es den meisten Menschen lieber,
einander scheibchenweise, nach Art der Salami-Taktik, kennenzulernen.

Sie wollen lieber erst einmal an der Oberfläche bleiben und noch nicht so tief gehen.

Sind zuerst daran interessiert, einen bestimmten Aspekt eines Angebots (oder eines Menschen) kennenzulernen
und sich erst dann darauf einzulassen, weitere Aspekte eines Angebots (oder eines Menschen) kennenzulernen.

Tja, ich ticke da ganz anders.
Mir ist es lieber, wenn alle gleich wissen, woran sie sind.
Von A-Z. Ohne Hintertürchen, ohne doppelten Boden.
Unser aller Lebenszeit ist schließlich begrenzt. 😉

Aber mit dieser Einstellung gehöre ich anscheinend einer Minderheit an.
Die Mehrheit liebt Salami-Scheiben nicht nur auf dem Brot,
sondern auch im Zusammenhang mit Angeboten (und anderen Menschen).

Mich gab und gibt es nur als Komplettpaket,
mit all meinen (von anderen mal mehr, mal weniger als “liebenswert” empfundenen)
Macken und auch mit all meinen Stärken.

Aber ich entschied, dass andere Menschen sich aussuchen können sollten,
welchen Aspekt meiner Angebote (und der Person Carmen Splitt)
sie online zuerst kennenlernen wollten.
Je nachdem, wofür sie sich gerade am meisten interessierten.

Das hieß natürlich im Umkehrschluss, dass ich die einzelnen Aspekte meiner Personenmarke,
meines “Ichs”, für die digitale Welt klar herausarbeiten musste.
Und bevor ich das für andere tun konnte,
musste ich mich erst einmal ausführlich mit mir selbst in der nicht-digitalen Welt beschäftigen!

Kenne Dich selbst, damit Deine Personenmarke erkannt wird!

Ich schnappte mir also einen Schwung Papier,
einen Kugelschreiber (ja, ich bin da altmodisch gestrickt) und begann zu sortieren:

  • Was macht mich zu dem Menschen der ich bin?
  • Welche Werte sind mir wichtiger als mein Leben?
  • Was macht den Kern meines Wesens aus?
  • Wie und worüber definiere ich mich?
  • Welche Stärken und Schwächen habe ich?
  • Was erfüllt mich?
  • Womit möchte ich mich bis zu meinem Tod beschäftigen?
  • Wen will ich bis zu meinem Tod um mich haben?
  • Was habe ich zu geben?
  • Was erhoffe ich mir vom Leben?
  • Welche Ziele habe ich?
  • Was will ich auf dem Sterbebett über mein Leben sagen können?

Dann ging es darum, die roten Fäden in meinem Leben herauszuarbeiten.
Sie genau unter die Lupe zu nehmen.
Und dann den wahrhaftigen roten Faden

hinter diesen augenscheinlichen roten Fäden herauszuarbeiten!

Kenne Dich selbst,
damit Deine Personenmarke erkannt wird!

– Carmen Splitt

Danach war es viel einfacher, eine deutliche Struktur zu erarbeiten,
die für meine Leser*innen, Interessent*innen und Kund*innen leicht zu erfassen ist:

Der strukturelle Aufbau meiner Personenmarke

  • Die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben sind meine Seele, mein Glauben und meine Freiheit,
    die sich unter anderem in meiner Selbständigkeit ausdrückt.
    Darum dreht es sich auf all meinen Websites.
    Und auf all meinen Social Media-Profilen.
    Es handelt sich nun einmal um die grundlegende Werte meines Lebens!
  • “Ich als Mensch” – das bleibt weiterhin auf Carmen-Splitt.de.
    Geschäftliches bündele ich aber nun auf einem separaten Knotenpunkt,
    der zusätzlichen Domain Carmen-Splitt.com.
    Um diese beiden Knotenpunkt-Websites herum sind meine Themen-Websites platziert.
    Alle Websites und Social Media-Konten sind miteinander verknüpft.
  • Das Branding für meine Personenmarke Carmen Splitt habe ich überarbeitet.
  • Alle meine Websites sind vom Header bis zum Footer klar durchstrukturiert.
  • Meine Werte sind als Basis meines Portfolios klar zu erkennen.

Tja, so ist der aktuelle Stand der Dinge.
Ich habe damit ein weiteres Etappenziel meiner Selbständigkeits-Wanderung erreicht.
Carmen Splitt als Personenmarke ist der Ausgangspunkt
für eine weitere langjährige Tour auf der ich mir
mehrere zusätzliche interessante Gipfelkreuze eingeplant habe.
Ich freue mich darauf!

Als kleine Hilfe für Deine eigene Wanderung zwischen den Markentypen
habe ich hier noch etwas für Dich. 😉

Denk bei der Frage “Produkt- oder Personenmarke” auch daran:

  • Die Frage, ob Du mit einer Produktmarke oder einer Personenmarke arbeitest,
    hat entscheidenden Einfluss darauf, ob Dein Marketing als schlüssig empfunden wird.
    Auch das Branding im Marketing wird dadurch vereinfacht.
    Denke daran:
    Du gibst mit dieser Grundsatzentscheidung vor,
    womit das Thema Qualität vorwiegend in Verbindung gebracht werden soll
    – mit Deinen wechselnden Produkten oder mit Deiner Person.
  • Produktmarken lassen sich leichter veräußern als Personenmarken.
    Doch als Personenmarke hast Du langfristig gesehen die Möglichkeit,
    Dein Portfolio auf Basis von Lizenzierungen zu übertragen
    und so auf andere Weise zu monetarisieren.
  • Mit einer Personenmarke stehst Du mehr in der Öffentlichkeit als mit Produktmarken.
    Das Ende der Abtrennung Deiner Person von Deinem Business beendet allerdings auch das
    (zumindest für Selbständige etwas schizophren anmutende)
    Doppelleben zwischen “Mensch sein”
    und “dem tun, was Du für Deinen Lebensunterhalt zu tun für richtig hältst” .
  • Für welche Markenform Du Dich auch entscheidest,
    Du hast jederzeit das Recht, Dich zu einem späteren Zeitpunkt anders zu entscheiden!

Dieser Blogbeitrag gehört zu meiner Beitragsreihe zum Thema Branding:

Ich habe noch eine Bitte:

Dir gefällt dieser Beitrag?
Dann teile ihn gerne mit jemandem von dem Du denkst,
dass er ihr/ ihm auch gefallen könnte.
Vielen Dank im Voraus! Ich freue mich darüber!

– Carmen Splitt aka #CSKreuzspinnerin

Carmen Splitt

Carmen Splitt alias CSKreuzspinnerin

Ich bin Social Media-Expertin für Pastor*innen und Selbständige, denen Werte wichtig sind. Gerne berate und begleite ich auch Dich dabei Dein Online-Dasein aktiv selbst zu gestalten, mit Deinen Werten mehr Menschen zu erreichen, selbstsicherer im Umgang mit der Technik und dem Marketing zu werden und Dich wohler zu fühlen, wenn Du auf Facebook und Co. unterwegs bist. Warum? Weil ich als Social Media-Coach, Bloggerin und Kreuzspinnerin in den unendlichen Weiten des Internets unterwegs bin und Du gerne an meinen Erfahrungen teilhaben darfst. Ich bin im Netz sowohl mit meinem Klarnamen präsent als auch unter #CSKreuzspinnerin und CSKreuzspinnerin bekannt und betreibe in eigenem Namen und auf eigene Rechnung mehrere Websites und Blogs, inklusive entsprechender Profile in den sozialen Medien. Die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben sind meine Seele, mein Glauben und meine Freiheit, die sich unter anderem in meiner eigenen Selbständigkeit (seit 2013) ausdrückt. Ich bin überzeugte Lutheranerin, begeisterte Teetrinkerin, faszinierte Trekki, echte Querdenkerin und noch eine ganze Menge andere Dinge. Kurz, ich bin ein komplexer und vielschichtiger Mensch und schreibe in meinem ganz eigenen Stil. (Und auch den Begriff Querdenkerin lasse ich mir von Nationalsozialist*innen und Verschwörungstheoretiker*innen weder vereinnahmen noch vermiesen! Es ist eine Frechheit, dass diese Einbahndenker*innen meinen, sie würden "querdenken", also einen Sachverhalt von verschiedenen Blickpunkten betrachten und bereit zu sein, stets ihre eigenen Standpunkte zu hinterfragen.)

1 Antwort

  1. 21. Juli 2020

    […] Meine Branding-Reise von der Produktmarke zur Personenmarke […]

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