Mein Abschied von Shariff Wrapper

Ich nehme Abschied von einem Lieblings-Plugin.
Es hat mich über Jahre begleitet. Es war praktisch.
Nahm mir Arbeit ab. War leicht zu bedienen. Machte meine Websites runder.
War ein Musterbeispiel für den Datenschutz.
Und dennoch, jetzt musste ich mich von ihm trennen.
Dir empfehle ich dies ebenfalls! Nimm ebenfalls Abschied von Shariff Wrapper.

Auch wenn es wirklich eines meiner Lieblings-Plugins war.
Die Betonung liegt leider inzwischen auf „war“, es ist Vergangenheit.
Ich hatte damals gezielt nach einem Plugin gesucht, dass den Datenschutz hochhält,
wenn es um das Teilen von Beiträgen hinein in die sozialen Medien geht.

Diesen Anspruch hat Shariff Wrapper stets gut erfüllt und tut dies immer noch.
Die Entscheidung mich von diesem langjährigen Begleiter zu trennen fiel mir
– aufgrund zunehmender Probleme des Plugins – dennoch leichter als erwartet.
Sie ist leider notwendig. Es ist an der Zeit sich davon zu verabschieden. Für mich. Und auch für Dich.
Denn dieses Plugin weiter zu nutzen ist inzwischen nicht mehr sinnvoll sondern vielmehr kontraproduktiv!
Ich sage Dir gerne, warum.

Inhalt dieses Beitrags:

Abschied von Plugin Shariff Wrapper, von Carmen Splitt, Social Media-Coach, Bloggerin, CSKreuzspinnerin

Meine 4 wichtigsten Gründe
für einen Abschied von Shariff Wrapper:

  1. Die Anzeige, wie oft ein Beitrag jeweils geteilt wurde, funktioniert für immer weniger Plattformen.
    Die entsprechenden sozialen Netzwerke unterstützen dies nicht länger.
    So eine Zähleranzeige (Counter) hat aber immer eine psychologische Wirkung auf die Besucher*innen einer Website.
    Zeigt ein Counter nichts an oder nicht korrekt an, dann wirkt sich das negativ aus.
    (Was einer der Hintergründe des zweiten Arguments ist.)

    Meine Beobachtung:
    Zumindest verunsichert es diejenigen, die einen Beitrag teilen,
    wenn sie sich im Anschluss daran die Zähleranzeige des Beitrags
    anschauen
    und keine Veränderungen feststellen können.
    Das führt zu unnötigen Irritationen und auch zu Verärgerung.

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  1. Die Weiterentwicklung des Plugins Shariff Wrapper ist ins Stocken geraten.
    Die Buttons lassen sich nachwievor nicht richtig anpassen. So sind keine individuellen Farbschemata oder Textformatierungen möglich.
    Schwerwiegender ist, dass auch wichtige Entwicklungen beim User*innen-Verhalten nicht aufgegriffen wurden.
    – Der Musik- und Podcast-Bereich wurde sträflich vernachlässigt (Spotify, Soundcloud, Podigee, …).
    – Außerdem fehlen auch noch Anbieter wie steadyhq oder auch mastodon!

    Ich finde:
    Auch das alles ist nervig und ärgerlich.

    Mit diesen Mankos kann man/frau aber– wenn auch nur grummelnd – noch leben.
    Doch es beeinflusst durchaus den Gesamteindruck. Im negativen Sinne.

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Sie ist recht weit verbreitet.
Aber ich finde eine solche
„Kopf in den Sand stecken-Mentalität“
extrem nervtötend!

– Carmen Splitt, 23.05.2022
  1. Es ist als Programmierer*in gefährlich unfair, schwindenes Interesse an einem Projekt nicht zu kommunizieren.
    Dadurch, dass Share Counts-Anwendungen nicht mehr als hipp gelten,
    beschäftigen sich leider weniger Programmierer*innen mit diesem Thema.
    Das scheint auch auch die Entwickler des Shariff Wrapper zuzutreffen.
    In Folge veraltet die Technik tatsächlich und wird so zu einem Sicherheitsrisiko.

    Meine Einschätzung:
    Das Shariff Wrapper Plugin ist seit 11 Monaten auf dem Weg ins Erinnerungsalbum,
    aber das wird nicht offen kommuniziert. Sie ist recht weit verbreitet.
    Aber ich finde eine solche „Kopf in den Sand stecken“-Mentalität extrem nervtötend!

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  1. Meine Sicherheitsbedenken waren letztlich der entscheidende Grund für meinen Abschied von Shariff Wrapper.
    Shariff Wrapper hinkt mit Updates hinterher – das hat schwerwiegende Folgen für die Stabilität und Sicherheit von Websites!
    Als Website-Betreiber*in ist es aus gutem Grund das A und O bei den Updates am Ball zu bleiben.
    (Das gilt unabhängig davon, mit welcher Software Du sie erstellt hast!)

    Beim von mir bevorzugten WordPress gibt es dabei drei Bereiche, die Du im Blick behalten musst:
    – WordPress an sich
    – Das von Dir genutzte Theme (und die eventuell als Ausfallreserve installierten weiteren Themes)
    – Die von installierten Plugins (sowohl aktivierte als auch temporär deaktivierte)


    Meine diesbezüglichen Erfahrungen mit Shariff Wrapper, in einem Wort: S c h l i m m!
    Es gab auf viele Fragen im Support Forum keine Reaktion seitens der Plugin-Entwickler*innen. Auf zu viele!

    Noch tragischer:
    Beim Shariff Wrapper fand die letzte Aktualisierung vor 11 Monaten statt.
    Kompatibel ist das Plugin nur bis hin zur WordPress-Version 5.7.5. und
    wir sind mit WordPress aktuell schon bei Version 5.9.3.!


    Es gab also 8 WordPress-Updates (in Worten acht!), ohne das ein Plugin-Update folgte.
    Wenn Dich die Zeitpunkte bisheriger sowie geplanter WordPress-Updates interessieren,
    findest Du übrigens hier eine offizielle Auflistung der WordPress-Update-Daten.

Für mich stand damit endgültig fest, dass ich mich von Shariff Wrapper verabschiede.
Die Summe aller Teile ergeben ein Bild, das echt übel ist! Das Plugin ist zum potenziellen Sicherheitsrisiko geworden.

Meine persönliche Entscheidung:
Nichts wie raus aus diesem Zug, bevor er endgültig entgleist.
Mehr Argumente braucht es nun wirklich nicht.

Es gibt sie trotzdem …

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Mit einer kleinen Verbesserung hatte ich ja gerechnet. Aber nicht damit.
Das nenne ich jetzt mal einen unerwartet großen positiven Nebeneffekt!

– Carmen Splitt, 23.05.2022

Weitere Argumente als Ergänzung

Also für mich reichte das alles, um Abschied von Shariff Wrapper zu nehmen.
Falls Du noch weitere Entscheidungshilfen brauchst, hier kommen sie:

  1. Messbare Veränderungen durch den Wegfall von Shariff Wrapper
    Ich habe ja schon an anderer Stelle ausführlich erläutert, warum es bei mir keine mentale Fixierung auf Zahlenspiele gibt.
    Andere Aspekte beim Website-Betrieb sind nun einmal weitaus wichtiger.
    Mit Zahlen rund um die Website-Leistung beschäftige ich mich lieber bei konkreten Anlässen.

    Dazu zählen vorneweg alle Änderungen bei den Plugins.
    Immer wenn ich da etwas verändere,
    sehe ich mir sowohl vor als auch nach der Änderung an,
    wie es aktuell um die technische Website-Leistung steht.

    a) Wie gut ist die Ausspielung auf Endgeräten vom Typ „Computer“
    b) und wie sieht es bei den Endgeräten vom Typ „Mobil“ aus?


    Wieso ich das tue? Deshalb:

    Meine Zielgruppen arbeiten im Alltag vorwiegend (noch) mit Endgeräten vom Typ Desktop.
    Trotzdem ist die Optimierung für Mobilgeräte natürlich schon wichtig, da Google und Co.
    entsprechend optimierte Suchergebnisse bevorzugt anzeigen.
    Also verändere ich ab und an eine Kleinigkeit und schaue, welche Leistungsänderungen das dann so mit sich bringt.
    (Einige der üblichen Standard-Schrauben lasse ich dabei übrigens bewusst nachwievor noch links liegen.
    Im Laufe diesen Jahres [2022] werde ich aber meine Vorab-Tests abgeschlossen haben
    und es kann rechtzeitig zum Jubiläum losgehen. Ich berichte dann entsprechend.)



    Beim „Typ Desktop“ hatte ich so meine Websites peu à peu schon lange
    auf einem sehr guten Niveau von 96-98 von 100 möglichen Punkten stabilisiert.
    Ein akzeptables – aber noch ausbaufähiges – Niveau hatte ich beim „Typ Mobil“
    mit 61-67 von 100 möglichen Punkten auch schon erreicht.


    Nachdem ich Abschied von Shariff Wrapper nahm und von allen Websites deinstalliert hatte,
    gab es dann dadurch einen ordentlichen Sprung bei den Zahlen!


    a) Beim Typ Desktop ist der Durchschnitt auf 97-99 von 100 möglichen Punkten gestiegen.
    b) Im Bereich der Mobilgerät gab es eine Steigerung auf 72-78 von 100 möglichen Punkten.

    Das sind einige sehr positive Signale für Google und Co. – sehr schön!

    Meine Meinung dazu:
    Mit einer kleinen Verbesserung hatte ich ja gerechnet. Aber nicht damit.

    Das nenne ich jetzt mal einen unerwartet großen positiven Nebeneffekt!

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  1. Fehlende Notwendigkeit
    Mir war Datenschutz schon wichtig, bevor er durch die DSGVO in aller Munde war.
    Shariff Wrapper war damals das non plus ultra für Betreiber*innen von WordPress-Websites,
    denen es da so wie mir geht.
    Doch dann trat die DSGVO in Kraft und Datenschutz war plötzlich auch für die relevant,
    denen er vorher am Allerwertesten vorbeiging.
    (Die Zahl der nachwievor „über den Dingen schwebenden“ Lernresistenten lässt fortlaufend nach.
    Nicht aus Einsicht, dass es beim Datenschutz um ein Menschenrecht geht,
    sondern weil sich Verstöße dagegen im Portemonnaie auswirken.)


    Durch die erhöhte Nachfrage nach Möglichkeiten, die DSGVO-Anforderungen tunlichst leicht umzusetzen,
    stieg proportional dazu jedenfalls die Anzahl der Programmierer*innen, die sich des Themas annahmen.
    Das Ergebnis:


    Cookie Banner über Cookie Banner wurden programmiert.
    Yeeeeeeeeaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Einfach herrlich so ein Cookie-Banner. Besonders wenn ein Content-Blocker mit integriert ist.
    Denn damit sind dann gleich drei DSGVO-Bedingungen erfüllt, wenn es um nicht-essentielle
    Cookies geht. (Also zum Beispiel bei allem, was so mit den sozialen Medien in Verbindung steht.):

    – Information
    – Wahlfreiheit
    – Ausführung nur nach vorheriger Zustimmung

    Cookie-Banner mit Content-Blocker übernehmen damit auch das, was der Shariff Wrapper
    dank einiger Datenschutz-Enthusiast*innen schon lange vor der DSGVO leistete.

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Cookie-Banner mit Content-Blocker übernehmen damit auch das, was der Shariff Wrapper
dank einiger Datenschutz-Enthusiast*innen schon lange vor der DSGVO leistete.

– Carmen Splitt, 23.05.2022

Zusammenfassung und mein Tipp für Dich

Shariff Wrapper ist nicht mehr das, was das Plugin früher mal war.
Es ist keine Entlastung mehr, wenn Du es weiter benutzt. Ganz im Gegenteil.


Der Shariff Wrapper ist ein weit verbreitetes Plugin und besonders bei jenen beliebt,
denen Datenschutz schon lange vor der DSGVO wichtig war.
Das Plugin wird jedoch seit längerer Zeit weder weiterentwickelt, noch zuverlässig an die
Core-Updates von WordPress angepasst.

Das wird wie ein Einladungsschreiben an Hacker*innen-Kreise:
Frei nach dem Motto: „Seht her, ist ist ein potenziell lohnendes Ziel …“.

Das Plugin wird zunehmend zu einem Sicherheitsrisiko.

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass es vor allem deshalb an der Zeit ist,
Abschied von Shariff Wrapper zu nehmen.

Mein Tipp: Tu dies als Nächstes!

Ich kann nicht erkennen, dass sich das vorhandene Gefahrenpotenziel in Luft auslöst.
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Shariff Wrapper in naher Zukunft (oder überhaupt je wieder)
vielleicht doch wieder vernünftig gepflegt werden wird.

Setz Dich daher – j e t z t – mit dem Problem auseinander!
Es hilft weder Dir weiter, noch den Besucher*innen Deiner Website, wenn Du versuchst das Thema auszusitzen.

Darum nimm zeitnah Abschied von Shariff Wrapper. Deaktiviere das Plugin
und dann deinstalliere es sofort danach. Lass es nicht inaktiv „in Reserve“ vor sich hin dümpeln.

Danach überlege Dir in Ruhe ob – und falls ja, wie – Du Deinen Website-Besucher*innen weiterhin
ein Hilfsmittel anbieten möchtest, Deine Beiträge möglichst einfach hinein in die sozialen Medien
teilen zu können. Dafür gibt es 4 Möglichkeiten:

  1. Du kannst ein anderes Social share-Plugin wählen, das Du statt Shariff Wrapper nutzt.
  2. Oder ein Theme benutzen, das die entsprechende Funktion von Haus aus mitbringt.
  3. Wenn Du neben dem Core-Gutenberg von WordPress zusätzlich den Gutenberg-Editor nutzt,
    kannst Du alternativ auch letzteren mit einem entsprechenden Block-Element kombinieren.
  4. Ab WordPress 6.0 (release vorgesehen für den 24.05.2022) wird Full Side Editing zum neuen
    Standard bei WordPress.
    Ich gehe davon aus, dass dann ein entsprechendes Social-share-Block-Element auch ohne
    Umweg über den Gutenberg-Editor zu verwenden sein wird.

Ich für meinen Teil werde das bei meinen Websites unterschiedlich handhaben.
Mittel- bis langfristig werde ich vorwiegend auf die Möglichkeiten 2 und 4 setzen.
Möglichkeit 3 wäre für meine Zwecke nur eine Übergangs-Notlösung.
Diese „Arbeit für die Tonne“ samt Ein- und Abgewöhnung erspare ich Dir und mir lieber.

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bitte ich Dich daher dies zurzeit auf die altbewährte Art zu tun:
Einfach die URL des Beitrags per Doppelklick markieren, dann kopieren und
im sozialen Netzwerk Deiner Wahl in einem Beitrag einfügen (posten).

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Ich habe noch eine Bitte: Dir gefällt dieser Beitrag?

Dann teile ihn gerne mit jemandem von dem Du denkst,
dass er ihr*ihm auch gefallen könnte.
Vielen Dank im Voraus! Ich freue mich darüber!

– Carmen Splitt aka #CSKreuzspinnerin

Hier findest Du weiteren interessanten Lesestoff:

Carmen Splitt alias CSKreuzspinnerin

Ich bin Social Media-Expertin für Pastor*innen und Selbständige, die ihr Online-Dasein aktiv selbst gestalten wollen. Gerne berate und begleite ich auch Dich dabei, mit Deinen Werten mehr Menschen zu erreichen, selbstsicherer im Umgang mit der Technik und dem Marketing zu werden und Dich wohler zu fühlen, wenn Du auf Facebook und Co. unterwegs bist. Warum? Weil ich als Social Media-Coach, Bloggerin und Kreuzspinnerin in den unendlichen Weiten des Internets unterwegs bin und Du gerne an meinen Erfahrungen teilhaben darfst. Ich bin im Netz sowohl mit meinem Klarnamen präsent als auch unter #CSKreuzspinnerin und @CSKreuzspinnerin bekannt und betreibe in eigenem Namen und auf eigene Rechnung mehrere Websites und Blogs, inklusive entsprechender Profile in den sozialen Medien. Die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben sind meine Seele, mein Glauben und meine Freiheit, die sich unter anderem in meiner eigenen Selbständigkeit (seit 2013) ausdrückt. Ich bin überzeugte Lutheranerin, begeisterte Teetrinkerin, faszinierte Trekki und noch eine ganze Menge andere Dinge. Kurz, ich bin ein komplexer und vielschichtiger Mensch und schreibe in meinem ganz eigenen Stil. (Den Begriff Querdenkerin lasse ich mir von Nationalsozialist*innen und Verschwörungstheoretiker*innen weder vereinnahmen noch vermiesen! Dennoch ist dieser ursprünglich tolle Begriff von den diversen Spinner*innen derart missbraucht worden, dass ich ihn bis auf Weiteres nicht mehr nutze. Es ist eine Frechheit, dass diese Einbahndenker*innen meinen, sie würden "querdenken". Denn querdenken heißt einen Sachverhalt von verschiedenen Blickpunkten zu betrachten und bereit zu sein, stets die eigenen Standpunkte zu hinterfragen. Es geht darum Lösungen für Probleme zu finden. Nicht darum, durch wahnhaftes Verhalten Probleme zu verursachen. Dieses rechtslastige Gesöcks geht mir auf den Geist.)